Fakten

Unser Wirken

Jede Installation einer unseren einfachen und nachhaltigen Solaranlagen SoWaDis oder SuMeWa ist durch Spendengelder finanziert, jedoch grösstenteils mit der Arbeitskraft der Bevölkerung umgesetzt. So machen wir Betroffene zu Beteiligten.

Oftmals bauen oder renovieren wir auch gleich die sanitären Anlagen, vor allem die Toiletten. Für die waterkiosk foundation ist es wichtig, dass sich die Lebensbedingungen ganzheitlich positiv entwickeln, darum achten wir neben dem Zugang zu sauberem Trinkwasser auch auf eine Verbesserung der Hygiene.

Ist genügend Wasser für die Trinkversorgung vorhanden, fördern wir ausserdem die Nutzung des unbehandelten Wassers für die Bewässerung der Felder. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität und zur Bekämpfung von Hunger.

Unsere Projekte sind immer langfristig angelegt: Wir bauen nicht einfach Brunnen und ziehen uns dann zurück, sondern binden die lokale Bevölkerung von Anfang an ein, beurteilen immer die Gesamtsituation (Trinkwasser, Waschmöglichkeiten, Toiletten, Landwirtschaft) , setzen auf die Sonne als Energiespender, verwenden einfache und wartungsarme Technologien und besuchen unsere Projekte auch nach der Fertigstellung regelmässig.

Wasser ist ein Menschenrecht

Die Wasserproblematik in vielen Ländern dieser Welt hat sich mit der Zeit zu einer realen Wassernot entwickelt. Dies hat die UNO im Jahr 2010 dazu bewegt, Wasser als Menschenrecht zu erklären. Damit sollen Wasser und Sanitärversorgungen für alle Menschen Realität werden.

Sauberes Trinkwasser ist lebensnotwendig.

Die Wassernot und der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser betreffen unzählige Menschen weltweit und haben dramatische Folgen:

  • 2,6 Milliarden Menschen haben weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser oder zu einem geeigneten Abwasserableitungssystem (Latrinen, Waschstationen).
  • 50% der Bevölkerung in Entwicklungsländern leidet an einer durch Wasser oder fehlende Hygiene übertragenen Krankheit.
  • Mehr als 2 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an durch Wasser übertragene Krankheiten. Das sind mehr als 5’000 Personen pro Tag.
  • Es sterben weltweit mehr als 500’000 Kinder jedes Jahr an Krankheiten bedingt durch mangelnde Wasserhygiene.
  • Der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser ist weltweit die zweithäufigste Todesursache bei Kindern.

Download aktueller Report WHO/UNICEF Joint Monitoring Program (JMP): «Progress on Drinking Water, Sanitation and Hygiene» (in Englisch).

Datenquelle:
United Nations Water http://www.unwater.org/

Bildquelle:
WHO/UNICEF JMP https://washdata.org/

Tansania

Mit über 945‘000 km2 ist Tansania fast 23 Mal so gross wie die Schweiz. Mitte 2017 zählte das Land rund 54 Millionen Einwohner und ist somit das 26. bevölkerungsreichste Land der Erde.

Die Lebenserwartung ist sehr tief, gerade mal drei Prozent der Bevölkerung ist älter als 65 Jahre. Die grösste Altersgruppe sind Junge unter 25 Jahren, sie machen rund 65% der Gesamtbevölkerung aus.

Tansania verfügt eigentlich über reichlich Wasser, denn das Land grenzt an die drei grössten Seen Afrikas und ist von vielen Flüssen durchzogen. Regional ist der Zugang zu Wasser aber sehr unterschiedlich und neben diesem geografisch bedingten Wassermangel ist vor allem die Wasserqualität das Problem.

In den Städten ist die Versorgung mit sauberem Trinkwasser einigermassen gut, haben doch 80% der Stadtbevölkerung Zugang zu grundsätzlich trinkbarem Wasser.

Auf dem Land sieht es leider anders aus: Nur 37% der Landbevölkerung kann sauberes Wasser trinken, rund die Hälfte hat keine andere Möglichkeit als verschmutztes Wasser zu trinken. Durch Wasser übertragenen Krankheiten wie Durchfall und Cholera fordern entsprechend viele Opfer.

In Bezug auf die sanitäre Grundversorgung gestaltet sich die Situation noch schlechter: Nur 37% der Stadtbevölkerung und 17% der Landbevölkerung hat Zugang zu einer angemessener Sanitärversorgung. Gar ein Zehntel der Menschen im ganzen Land können keine Toiletten benutzen.

Weitere Fakten zu Tansania

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